Deutsche TV-Plattform

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"Integrierte Mediennutzung-Daheim und Unterwegs": Vorträge & Ausstellung

Medienintegration als Trend in der Unterhaltungselektronik wird von immer mehr Verbrauchern genutzt. Deshalb stand das 20. Symposium der Deutschen TV-Plattform in Berlin am 27. Oktober 2011 unter dem Motto "Integrierte Mediennutzung - Daheim und Unterwegs" statt. Referenten und über 100 Teilnehmer diskutieren angeregt und nutzten die Veranstaltung für Networking. Auf großes Interesse im Ludwig Erhard Haus in Berlin-Charlottenburg stieß die begleitende Ausstellung innovativer Produkte und Dienste. Die Veranstaltung wurde unterstützt von Eutelsat als Sponsor.


ludwig-erhard-haus-2010eutelsat-logoDigitaler Rundfunk, Mobilfunk und Internet werden auf Grundlage von Standards und Spezifikationen dynamisch weiterentwickelt. Immer mehr Verbraucher wollen die Vielfalt der Medien unabhängig von Ort, Zeit und Verbreitungsweg nutzen - ob zu Hause oder unterwegs. Vom „managen einer gewissen Unordnung“ und einem Bedarf an „Synchronisation“ sprach Gerhard Schaas, Vorsitzender der Deutschen TV-Plattform, bei der Eröffnung des 20. Symposiums des Vereins. Entscheidend seien nutzerfreundliche Lösungen in modernen Endgeräten, damit sich die Verbraucher in der scheinbar grenzenlosen Vernetzung nicht verirren, hieß es in einer Pressemitteilung.

In der vernetzten Welt, so Volker Steiner, Managing Director Eutelsat Deutschland, in seiner Keynote, erweist sich der Satellit „mit seiner Multitasking-Fähigkeit als effizientes Instrument vielfältigereingang Inhalte-Verteilung“. Welche Chancen, die neue Standards wie DVB-C2 für ein modernes Kabelnetz bieten, verdeutlichte Christoph Schaaf, Leiter Neue Technologien bei Kabel Deutschland. Jan Zöllner vom Institut für Nachrichtentechnik der TU Braunschweig schilderte die Vorzüge des weiterentwickelten terrestrischen Standards DVB-T2 sowie dessen Variante DVB-T2 lite für den mobilen Medienkonsum. Dass auch neue Mobilfunkstandards wie LTE (Long Term Evolution) beachtliche Kapazitäten für Bewegtbildübertragungen bieten, zeigte Jörg Huschke von Ericsson Germany auf. Vor- und Nachteile diverser Varianten der Video- und Fernseh-Verbreitung via Internet analysierte Prof. Thorsten Herfet von der Universität des Saarlandes und appellierte an alle Beteiligten, gerade für die IP-Verbreitung „gemeinsam noch effizientere Übertragungsverfahren“ zu entwickeln.

Markttrends und Konsumenteninteresse für Vernetzung

Wie großreferenten-gruppe das Interesse der Konsumenten an vernetzten Geräten für "daheim und unterwegs" ist, zeigte Frank Franz von der GfK Retail and Technology GmbH in seinem Impulsvortrag auf. Bereits über 5,5 Millionen im deutschen Markt verkaufte Endgeräte der Unterhaltungselektronik sind internetfähig und acht Millionen bieten die Möglichkeit der Heimvernetzung. Zugleich ist der Boom der Smartphones und Tablet-PCs ungebrochen, mit denen surfen im Internet von unterwegs  inzwischen bequem möglich ist. Der durchschnittliche Nutzer "hybrider" Endgeräte – d.h. von Geräten, die neben dem Rundfunkempfang auch einen Internet-Zugang über DSL, W-LAN oder Mobilfunk bieten - ist laut Franz 30 bis 49 Jahre alt, "eher wohlhabend“ und männlich: Er nutzt Dienste aus dem Internet am TV-Gerät mindestens eine Stunde pro Woche. Trotzdem gibt es noch Hürden für die integrierte Mediennutzung bei der Consumer Electronic, wie der GfK-Forscher herausfand: Jedes vierte mobile Endgerät wie Handy oder Tablet-PC ist online, während bei webfähigen TV-Geräten bisher nur jedes Siebente angeschlossen ist. Viele Kunden nutzen also noch nicht die volle Vielfalt der vernetzten Geräte. Das Fazit von Frank Franz aus einer Konsumentenbefragung: Produkte sind vorhanden, Preise stimmen, aber bei der Vermarktung im Handel sowie der Bewerbung durch Inhalteanbieter und Gerätehersteller mangelt es noch. 

 

Dass wachsende Medienintegration nicht nur Vision, sondern bereits Realität ist, verdeutlichten etliche weitere Vorträge beim 20. Symposium der Deutschen TV-Plattform in Berlin. So stellte Dr. Jörg Allgäuer, Sky Deutschland, den Multiscreen-rednerpultService „Sky Go“ vor, der den Kunden jederzeit mobiles Fernsehen auf dem Bildschirm ihrer Wahl ermöglicht – quasi „TV zum mitnehmen“. Stefan Jenzowsky von Siemens präsentierte das System OTT SWIPE, mit dessen Hilfe derzeit in Indien eines der weltweit größten TV-Verteilnetze entsteht. Eindrucksvoll war zu erleben, dass Television künftig auch als „tele-wischen“ bezeichnet werden kann, wenn die Inhalte von den Nutzern per Handbewegubmwsng zwischen verschiedensten Bildschirmen hin- und her-verteilt werden.

Georges Agnes von der Astra-Tochter HD Plus berichtete beim Symposium über die Hybrid-Entwicklung HD + InterAktiv, die auf dem neuen Standard HbbTV basiert. Über die komplexen Anforderungen der Verknüpfung von mobiler Mediennutzung mit Kommunikation in Fahrzeugen referierte Dr. Bertram Hock von der BMW Group. Er appellierte an die Fachleute der verschiedenen Bereiche, vor dem Hintergrund der langen Produktionszyklen der Automobilbranche sich auf langfristige stabile Standards zu einigen. Im Gespräch mit Dr. Helmut Stein (Moderation) betonten Dr. Andreas Bereczky (ZDF) und Andre Prahl (RTL), dass für die öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender integrierte Mediennutzung von wachsender Bedeutung ist. Zugleich machten sie deutlich, dass lineares Fernsehen auch weiterhin das wichtigste Medium ist.

BMW bot den Teilnehmern des Symposiums mit zwei Fahrzeugen vor Ort Einblick in modernes Car Entertainment. Auch der OTT-Service von Siemens konnte an einem Stand live getestet werden. Außerdem demonstrierten bei der Fachausstellung Mitgliedsunternehmen der Deutschen TV-Plattform innovative Produkte und Dienste zur Medienintegration. So stellten Eutelsat - Sponsor des Symposiums - seinen neuen Dienst „KabelKiosk Choice“ und Sky seinen Service „Sky Go“ im Atrium des Tagungshauses vor. VideoWeb zeigte, wie jeder Zuschauer seinen Flachbildschirm für Internet-Service durch HbbTV-Boxen aufrüsten kann. Loewe demonstrierte die multimedialen Fähigkeiten seiner TV-Geräte sowie die Plattform „MediaNet“ und Kabel Deutschland zeigte die Möglichkeiten von Kabel 2.0.

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Das 20. Symposium der Deutschen TV-Plattform im Überblick

Datum:               27. Oktober 2011

Zeit:                    10.00 – 16.45 Uhr

Ort:                      Ludwig Erhard Haus


Adresse:             Fasanenstraße 85, 10623 Berlin (Nähe Bahnhof Zoo)

 

 

Informationsmaterial zum 20. Symposium der Deutschen TV-Plattform

Presseinfos (17/2011, 18/2011, 19/2011) Programmflyer (PDF) TV Zukunft 4/2011 (PDF) Fotos: Galerie, Download Video: Video-Audio-News

 

 

Mitgliederzugang



20. Symposium - 27.10.2011

Video-Audio-News


Anträge Gütesiegel

DVB-T Gütesiegel

Digitalisierung


Presseevent 29.11.2011


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